Neues Messverfahren im St.-Paulus-Dom in Münster erprobt

Bildnachweis Cengiz Dicleli: Unkelstein-Viadukt bei Remagen

Wie lässt sich der Baugrund unter historischen Gebäuden untersuchen, ohne Mauern aufzubrechen oder den Boden zu öffnen?

Mit dieser Frage beschäftigt sich der Fachbereich Bauingenieurwesen unserer Hochschule Münster gemeinsam mit der Dr. Donié Geo-Consult GmbH und hat dafür nun ein weiterentwickeltes geoelektrisches Messsystem, das den Untergrund zerstörungsfrei untersuchen kann, im St.-Paulus-Dom erprobt.

Die Methode stammt aus der angewandten Geophysik und wird dort seit vielen Jahren genutzt, um den Aufbau des Untergrunds zu erkunden. Für den Einsatz an bestehenden Bauwerken, insbesondere an historischen und sensiblen Gebäuden, wurde sie nun angepasst.

Das eingesetzte geoelektrische Messsystem „Electronical Cavity Scan“ (ECS) arbeitet mit Gleichstrom. Über Elektroden wird ein schwacher Strom in den Boden geleitet, anschließend wird über die an der Oberfläche gemessene Spannungsdifferenz der elektrische Widerstand im Untergrund rekonstruiert. So können Auffälligkeiten erkannt werden, etwa Hohlräume, Ausspülungen, aufgelockerte Zonen oder andere Abweichungen vom regulären Baugrund.

Mehr dazu: https://www.fh-muenster.de/de/ueber-uns/newsroom/news/neues-messverfahren-im-st.paulus-dom-in-muenster-erprobt

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